Was ist eigentlich Judo?

Was heute weltweit unter dem Namen Judo bekannt ist, wurde erst 1882 in Japan von Jigoro Kano ins Leben gerufen. Damals gründete der Judo-Urvater seine Judo-Schule Kodokan.

Judo ist aus dem Jiu– Jitsu entstanden und wurde durch Kano für den Gebrauch als Sportunterrichtsfach an den japanischen Mittelschulen und Universitäten sowie zur Durchführung von Wettkämpfen entschärft.

Das System wurde 1890 an japanischen Schulen eingeführt und wurde ab 1911 Pflichtfach. Es war in zunächst 6 Schülerstufen gegliedert, in denen die Wurf, Hebel- und Würgetechniken katalogisiert waren und die Grundausbildung darstellten.

Ab 1920 wurde Judo in Europa bekannt. 1932 fand die erste internationale Judo und Jiu Jitsu Sommerschule in Frankfurt unter der Leitung von Alfred Rhode statt. Dazu waren auch vier hochrangige japanische Lehrer angereist. Gemeinsam kam man zur Erkenntnis, dass Jiu Jitsu die wirkungsvollere Selbstverteidigung, jedoch Judo besser für den Wettkampf geeignet sei.

Heute ist Judo eine der populärsten Kampfsportarten und gehört seit 1964 zum olympischen Programm. Die Dominanz der Japaner im Judosport wurde erstmals 1967 durch den Niederländer Wilhelm Ruska durchbrochen. Im Schwergewichts-Finale der Weltmeisterschaften in Salt Lake City (USA) gewann Ruska gegen den Japaner Nobuyuki Maejima die Goldmedaille.

Seit einigen Jahren wird Judo nicht mehr ausschließlich als Wettkampfsport, sondern auch im Breitensportbereich angeboten. Seitdem wurde auch wieder eine Judobezogene Selbstverteidigung durchgeführt und in die Prüfungsordnung mit aufgenommen.